Richtige Datensicherung

Wir leben in einem Zeitalter, in dem unsere Daten immer mehr in digitaler Form vorliegen. Dadurch scheinen Sie unendlich lange gespeichert werden zu können. Der Schein trügt jedoch.Möchten Sie Ihre Daten über viele Jahre behalten, dann reicht es nicht aus diese einfach nur abzuspeichern.

Sie müssen fachgerecht gesichert werden. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel die Datensicherung näher bringen und hoffen Ihnen so helfen zu können, ihre Daten über viele Jahre zu sichern.

Was ist die Datensicherung?

Die Datensicherung bezeichnet das Speichern Ihrer Daten in mehr als einer Weise, um diese im Falle des Datenverlusts immer noch zu besitzen. Tritt ein Verlust der Daten ein, können diese dann zurückkopiert werden. Sie können so wichtige Daten über einen langen Zeitraum schützen und müssen keine Angst mehr haben, diese in irgendeiner Form und Weise nicht mehr abrufen zu können.

Warum können Daten verloren gehen?

Alle elektronischen Geräte bestehen aus vielen Bestandteilen. Der Bereich, der die Daten speichert ist einer von diesen. Da ständig Daten abgerufen, gespeichert oder entfernt werden, wird der Speicher ständig belastet. Er ist zwar spezifisch darauf abgestimmt, aber es ist nicht auszuschließen, dass er aufgrund der großen Belastung irgendwann nicht mehr funktionieren könnte.
Der Computer speichert seine Daten beispielsweise auf Festplatten ab. Sie bestehen aus magnetisierbaren Scheiben, die übereinander gestapelt sind. Ein Schreibe- und Lesekopf, schreibt Daten auf die Festplatte oder liest diese aus. Bei Erschütterungen kann es dazu kommen, dass dieser Kopf die Scheiben berührt und zerkratzt. Dadurch kann er ebenfalls zerstört werden.

Selbst elektromagnetische Felder können zu Datenverlusten führen. In manchen Fällen kann Datenverlust auch bei Stromausfall und dem daraus folgenden nicht ordnungsgemäßen Herunterfahren auftreten. Wird Ihr Gerät gestohlen oder löschen Sie aus Versehen wichtige Daten, ist es ebenfalls wichtig ein Backup zu besitzen.

Das hört sich jetzt natürlich alles schlimmer an, als es eigentlich ist. In der Regel gehen Daten sehr selten verloren. Doch eine geringe Wahrscheinlichkeit heißt leider nicht, dass es nicht passieren kann. Aufgrund dessen sollten Sie zumindest Ihre wichtigsten Daten regelmäßig sichern.

Arten der Datensicherung

Es gibt mehrere Arten der Datensicherung. Im folgenden Abschnitt wollen wir die wichtigsten Methoden der Sicherung von Daten aufzählen und auf diese kurz eingehen. Wir hoffen Ihnen so einen besseren Überblick verschaffen zu können. Die drei wichtigsten Arten der Datensicherung sind:

  • Volldatensicherung
  • Inkrementelle Datensicherung
  • Differentielle Datensicherung

Bei der Volldatensicherung werden komplett alle Daten vom Medium auf einen externen Datenträger gespeichert. Dadurch wird sicher gegangen, dass alle wichtigen Dateien auch tatsächlich sicher sind. Dabei werden ebenfalls eher unwichtige Daten gespeichert, die nicht unbedingt gebraucht werden. Demnach wird mehr Speicherplatz gebraucht.

Bei der Recovery wird der komplette Inhalt der Festplatten eines Computers auf eine oder mehrere DVDs gespeichert. Wird nun etwas wichtiges gelöscht und Daten gehen verloren, kann damit der frühere Zustand wiederhergestellt werden. Diese Methode ist aber nicht zur regelmäßigen Sicherung der Daten zu empfehlen. Sie müssten ständig neue DVDs mit Daten beschreiben. Das wird auf längere Zeit kostspielig und ist zeitaufwändig. Für die Zurücksetzung in den Auslieferungszustand ist diese Methode jedoch sehr gut geeignet.

Systemabbilder oder auch Backups sind die Zustände des Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Betriebssystem erstellt, wenn gewollt, in spezifischen Abständen Abbilder aller Dateien, einschließlich des Betriebssystems. Die Daten können dann, wenn nötig, abgerufen werden und das System auf einen bestimmten Zeitpunkt zurückgesetzt werden.

Der Wiederherstellungspunkt ist sehr ähnlich wie ein Backup. Hier werden jedoch nur bestimmte Dateien gespeichert. Das spart viel Speicherplatz. In spezifischen Abständen erstellt das System von Dateien Wiederherstellungspunkte. Damit können ältere Versionen von beispielsweise Ordnern abgerufen werden, ohne das komplette System zurücksetzen zu müssen. Setzen Sie das ganze System mit einem Wiederherstellungspunkt zurück, dann werden neue persönliche Daten nicht gelöscht und bleiben Ihnen erhalten.

Inkrementelle Datensicherung:

Die inkrementelle Datensicherung geht stufenweise vor. Zuerst wird eine Vollsicherung durchgeführt. Danach gibt es von Zeit zu Zeit nur noch kleinere Sicherungen. Schon gesicherte Daten werden dabei aber nicht noch einmal gespeichert. Es werden nur die Daten gesichert, die sich seit dem letzten Mal verändert haben.

Das spart Zeit und Speicherplatz. Der Aufwand bei der Wiederherstellung ist jedoch meist größer, da die Sicherung in eine volle und mehrere kleine Datensicherungen aufgeteilt ist. Erst muss die gesuchte Datei gefunden werden und dann noch alle Sicherungen nacheinander eingespielt werden.

Differentielle Datensicherung:

Die differentielle Datensicherung ähnelt der inkrementellen Datensicherung sehr. Hier wird ebenfalls zuerst eine Vollsicherung durchgeführt. Nun werden bei jeder neuen Sicherung nur die Daten gespeichert, die sich seit der Volldatensicherung verändert haben.

Bei der inkrementellen Datensicherung werden hingegen nur die Daten, die sich seit der letzten kleineren Speicherung verändert haben, gesichert. Sie haben bei der Wiederherstellung mit der inkrementellen Datensicherung hingegen nicht eine große und viele kleine Sicherungen, sondern nur eine Volldatensicherung und die aktuelle differentielle Sicherung. Dafür dauert es länger und es wird mehr Speicherplatz gebraucht

Andere Datensicherungen:

Diese Arten der Datensicherung speichern in den meisten Fällen Dinge wie Treiber mit ab, die Sie gar nicht brauchen und sind relativ kompliziert. Deshalb ist es oft sinnvoll, spezifische Backup-Software zu verwenden, die die Abläufe automatisch erledigt und Ihnen in der Regel die Auswahl gibt, welche Dateien Sie speichern möchten.

Eine weitere Möglichkeit ist ebenfalls die Daten manuell auf externe Festplatten, USB-Sticks, CDs, DVDs zu ziehen oder auf Cloud-Server hochzuladen. Sie können dadurch selbst bestimmen, welche Daten gesichert werden müssen. Bei einem Defekt am Computer, gehen sie außerdem nicht verloren.

Wie läuft die richtige Datensicherung ab?

Die richtige Datensicherung findet in regelmäßigen Abständen statt. Hier kommt es natürlich auch darauf an wie viele neue Daten täglich oder wöchentlich dazu kommen. Ziehen Sie ständig neue Daten auf Ihre Geräte, die wichtig sind oder Sie arbeiten in einem Gewerbe, dann sollten Sie regelmäßiger sichern, als Jemand, der nur privat hin und wieder ein paar Fotos auf seinen Rechner überträgt.

Eine Sicherung des kompletten Systems ist ein Muss. Diese sollte am Besten automatisch stattfinden, denn nicht jeder denkt immer daran.Die Backup Dateien sind dann aber trotzdem immer noch auf den Geräten, weshalb das alleine nicht ausreicht.

Was bringt eine Sicherungsdatei, wenn Sie in Zukunft nicht mehr darauf zugreifen können? Sie wissen nie, ob die Daten nicht durch einen Defekt, Virus, Brand oder Diebstahl verloren gehen könnten. Es ist deswegen ebenfalls nötig diese Backups auf einen externen Datenträger zu übertragen.

Wollen Sie nicht das ganze Betriebssystem und die Treiber mit speichern, wie es bei der Sicherung des kompletten Systems der Fall ist, sollten Sie zumindest die wichtigsten Daten auf einem externen Datenträger sichern.

Bewahren Sie diesen zweiten Datenträger sicher und getrennt vom ersten Datenträger auf. Alternativ können Sie ihre Daten mit einem Remote-Backup, über eine Cloud, zusätzlich schützen. Das ist auch bei uns im Serverstandort Owingen möglich.

Prüfen Sie nach der Sicherung gründlich, ob auch alle wichtigen Daten gesichert wurden. Außerdem sollten Sie in gewissen Abständen nachsehen, ob die Daten auf Ihrem zweiten Datenträger immer noch da sind. Als Backup Software reicht meistens das Windows Backup Gewerbe. Wollen Sie eine noch bessere Software, dann sollten Sie drivesnapshot.de nutzen.

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